FDP und CDU wollen Ethikunterricht an Grundschulen – nun doch nicht ermöglichen

Zwar steht es im Koalitionsvertrag von CDU und FDP von 2017 anders und auch der SPD-Grün-Linke Koalitionsvertrag von 2010 enthielt einen „Prüfauftrag“ zur Einführung von Ethik-Unterricht an Grundschule. Ebenfalls hatte die FDP-Fraktion 2016 noch aus der Opposition heraus einen entspr. Antrag im Landtag gestellt und die damals grüne Schulministerium hatte immerhin eine Expertenanhörung zum Thema durchgeführt. Für die Grundschulen herausgekommen ist dabei allerdings nichts.

So freuten sich manche über den (jetzt) oppositionellen Grünen-Antrag „Philosophie verleiht Flügel“ Ende 2017. Da wurde (erneut) die Einrichtung eines Unterrichtsfaches „Philosophieren mit Kindern“ an Grundschulen als Ergänzung zum bekenntnis-orientierten Religionsunterricht gefordert.

Es gab dazu außerparlamentarischen Zuspruch: Das Säkulares Netzwerk NRW z.B. begrüßte den Grünen-Antrag als einen wichtigen und richtigen Schritt und auch der Humanistischer Verband NRW fordert die Einführung eines Ethik- oder Philosophie-Unterrichtes an GS mit den Worten: „Wir brauchen diesen Unterricht dringend“.

Dem Katholischen Büro und dem Evangelisches Büro erschien gar die Einrichtung eines Ersatzfachs in einer gemeinsamen Erklärung grundsätzlich als sinnvoll. Dem Wunsch der Eltern sei aus Sicht der Kirchen Rechnung zu tragen.

Nun, der Grüne-Antrag suchte den Konsens der Fraktionen – vergebens. Es kam anders: CDU und FDP stimmten am 21.02.2018 mit „Nein“ und SPD und AfD mit „Enthaltung“. Der CDU-Schulexperte Frank Rock verneinte denn auch gegenüber der WZ am 21.02.18 ganz allgemein „die Notwendigkeit von Ethik-Unterricht an Grundschulen.“ Religionsunterricht sei weltoffen…

Ginge es um ein Spiel, dann hieße es an dieser Stelle:
„Zurück auf Anfang!“

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