In Wuppertal wird ein Runder Tisch „Ethikunterricht Grundschule“ gegründet

von Jürgen Köster, Vorsitzender des HVD Bergisches Land

Grundschul-Eltern sprechen uns an, sie wollen nicht, dass ihre Kinder an einem Religionsunterricht teilnehmen. In Wuppertal sind davon rund 3.000 Kinder betroffen. Genaue Zahlen liegen nicht vor. Der Humanistische Verband fordert in NRW seit langem „die Einrichtung eines obligaten Fachs »Ethik, Religionen, Weltanschauungen« für alle gemeinsam“ und ohne Trennung nach Konfession. Die HVD-Landesversammlung bekräftigte dieses unlängst und verlangte für alle Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, ein werteorientiertes Unterrichtsangebot – so auch an Grundschulen.

Die neue Landesregierung hatte bekanntlich versprochen, „Ethikunterricht an Grundschulen [zu] ermöglichen“. Bislang folgen keine Taten! Der HVD Bergisches Land hat in Wuppertal eine Gesprächsrunde eingeleitet: FDP-Ratsfraktion, die Grünen, DieLinke, die Lehrergewerkschaft GEW haben Interesse, die GroKo-Parteien eher nicht. Mit unserer Kontaktaufnahme wird die Gründung eines Runden Tisches ausgelotet; daran zeigen sich Grundschule-Eltern aber auch Lehrkräfte interessiert. Gemeinsam anderen Interessierten können wir so eine breitere Öffentlichkeit ansprechen.

Eltern fragen nach einer Alternative zum Religionsunterricht. Sie wünschen keinen Einschulungs- und keinen Schulgottes-Dienst. Wenn Eltern das wollen, wird es in Wuppertal eine „bekenntnis-unabhängige Feier zur Einschulung“ geben. Außerdem wenden wir uns an Verantwortliche aus der Schulpolitik mit dem Ziel, Ethik-Unterricht (o.ä.) in einer Grundschule vor Ort zu erproben z.B. in einem Modellversuch des Schulministeriums. Entsprechende Veranstaltungen dazu werden unterstützt.

Der Humanistische Verband im Bergischen Land hilft.
Kontakt über HVD-Wuppertal@gmx.de

mehr Info unter www.HVD-Bergischesland.de

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