Neue Grundschul-Richtlinien: jüdische, orthodoxe u. syrisch-orthodoxe Religionslehre

Das neue Schulministerium in NRW hat am 05. Sep. 2017 per Schul-Mail neue Lehrpläne für die Grundschule für weitere Fächer der Religionslehre angekündigt. Bekenntnis-unabhängiger, weltanschaulicher Unterricht kommt dabei nicht vor.

Die neuen Curricula sollen schon zum 01. Aug. 2018 in Kraft treten. Daher wurde nun die übliche Verbände-Beteiligung ingang gesetzt, um bis zu den Herbstferien entsprechende Stellungnahmen einzuholen. Alle Lehrplanentwürfe sind derzeit abrufbar unter www.Lehrplannavigator.nrw.de. Im nächsten Schritt werden die ggf. überarbeiteten Entwürfe den „Religionsgemeinschaften zur Herstellung des Einvernehmens“ zugeleitet, wie im Schulgesetz (§ 31) vorgesehen.

Gemäß dem staatlichen Auftrag werden bereits ab Frühjahr 2018 Unterstützungsangebote für die Schulen sowie Veranstaltungen zur Implementation angeboten. Damit wird auch für Grundschulen die Voraussetzung geschaffen, Religionsunterrichte für insgesamt acht Religionsgemeinschaften anzubieten.

Dieser Vorgang wird hier nicht kritisiert und das Recht der bezeichneten Religionsgemeinschaften wird damit nicht bestritten. Doch, wie liest sich diese Meldung aus der Sicht konfessionsfreier Eltern mit Kindern in der Grundschule?

Meldungen in NRW zur konkreten Vorbereitung eines bekenntnis-unabhängigen Ethik-Unterrichts sind bis heute nicht bekannt.

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