Politik-Mikado

Aus Kindertagen kennen wir diese Spielregel: „Wer zuerst etwas bewegt, verliert“. Anscheinend gilt diese Regel auch in der aktuellen Politik bzgl. eines bekenntnis-unabhängigen Werte- bzw. Ethik-Unterrichtes für die Grundschule in NRW?

Die neue Landesregierung ist nun seit Juni im Amt und die neue Schulministerin hat kürzlich diverse „Veränderungen in der Schul- und Bildungspolitik“ versprochen – ohne ein Wort zu „Ethikunterricht an Grundschulen“ zu verlieren …

Wie engagieren sich andere Akteure zu diesem Thema? Der Humanistische Verband beklagt den fehlenden „Ethikunterricht für konfessionsfreie Grundschüler“. Die Säkularen Grünen NRW fordern ab der 1. Klasse … Philosophie, Ethik und Religionskunde“. Die Gewerkschaft Erziehung u. Wissenschaft will sich in NRW für Praktische Philosophie“ auch in der Grundschule einsetzen. Andere äußern oder interessieren sich aktuell nicht. Eine Alternative sehen wir in Niedersachsen mit dem Modellversuch „Werte und Normen“ an Grundschulen.

Am 31. August ist Einschulung an Grundschulen in NRW. Dabei werden rund 25.000 konfessionsfreie Grundschul-Kinder erstmals durch einen Schulgottes-Dienst geschleust und danach Woche für Woche mit katholischem oder evangelischem Religionsunterricht konfrontiert.

Viele Eltern sind damit nicht einverstanden und wollen diesen Zustand nicht hinnehmen, sie fordern „Grundrechte für Grundschulkinder“ und „Ethik-Unterricht für alle!“ Mancherorts wollen Initiativen von Eltern und anderen Interessierten mit einem „Runden Tisch“ auf das Thema aufmerksam machen.

Da helfen wir gern!

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