Welche Werte sollen denn in die Schule?

In der Schule soll man fürs Leben lernen. Doch welches Rüstzeug ist das richtige? Muss in einer Bildungsanstalt die ganze Bandbreite an Werten und Moralvorstellungen einer pluralistischen Gesellschaft vermittelt werden? Oder haben Religion und Weltanschauung dort nichts verloren?Diese Fragen sollen im Rahmen des Humanistentages (15.–18.06.2017) in Nürnberg bei einer Podiumsdiskussion aufgeworfen werden. Zur Findung von Antworten will der HVD einen theologischen Soziologen, einen theologischen Pädagogen und eine Diplompädagogin an einen Tisch setzen. Der Soziologe ist der Islamwissenschaftler und Religionspädagoge Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Dr. Rudolf Englert ist Professor für Religionspädagogik und Ulrike von Chossy leitet eine Humanistische Grundschule. Die Leit-Frage zur Diskussionsrunde lautet genau: „Welche Werte sollen in die Schule?“

Die Vermutung liegt nahe, es könnte am Ende herauskommen, dass Christen, Muslime und Humanisten sich gegenseitig ihren Weltanschauungsunterricht gewähren sollten. Die drei Beteiligten werden sich gern kennen und als Gesprächspartner schätzen gelernt haben. Aber warum wird nicht auch ein ausgewiesener Gegner des Religionsunterrichtes u.ä. einbezogen? Jemand die oder der jeglichen weltanschaulich geprägten Unterricht in einer staatlichen Schule einfach ablehnt. Da käme sicher mehr Schwung in die Debatte. Bei vorgesehenen Setting werden höchstens weitere Fragen gefunden.

Die meisten Menschen in unserem Land wollen allerdings gar keinen Reli-Unterricht. Ihnen reicht ein „religionskundliches Fach für alle“. Das wäre auch eine Antwort.

 

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