Schulgottes-Dienst

„Schulgottesdienste vermitteln religiöse Erfahrungen, die den Religionsunterricht und das Schulleben sinnvoll ergänzen.“ So heißt es im Erlass des Schulministeriums NRW zum Schulgottesdienst vom Juni 2016. Aber eine „sinnvolle Ergänzung des Schullebens“ ist auch ohne Gottesbezug möglich.Im bildungportal.nrw.de ist zu lesen: „Religiöse Feste im schulischen Alltag bieten Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, in Gemeinschaft zu feiern.“ Auch Fächer und Jahrgänge übergreifendes sowie gemeinsames Lernen wird allenthalben propagiert und von der Schulaufsicht eingefordert, jedoch auf der Ebene der Bekenntnisse der Schüler/innen gilt dies offenbar nicht.

Denn laut Erlass ist „die Teilnahme am Schulgottesdienst … nicht verpflichtend“ und dergleichen Veranstaltungen „bleiben in der Regel den bekenntnisangehörigen Schülerinnen und Schülern vorbehalten“. Für die Teilnahme am Schulgottesdienst werden allerdings Schülerfahrt-Kosten erstattet. Für die einschlägige Vorschrift findet der an einem „Unterrichtsort“ statt. Für alle die nicht teilnehmen mögen, bestimmt der Erlass: „Für die Zeit des Schulgottesdienstes besteht die Aufsichtspflicht der Schule“; böse Zungen sprechen von „Heiden hüten“.

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Wie könnten Alternativen aussehen?

Im letzten Jahr konnte der Humanistische Verband eine erhöhte Anzahl von Eltern registrieren, die sich mit Bitte um Rat an den Verband gewandt haben. Zum einen ging es darum, ob Kinder verpflichtet sind, an diesen ja eher außerschulischen Veranstaltungen teilzunehmen, zum anderen gab es vermehrt Nachfragen, ob es denn Alternativen zum Einschulungsgottesdienst gäbe.

In NRW sind bald 30 % der Bevölkerung konfessionsfrei. Daher sollte es an öffentlichen Schulen auch Angebote für Werte orientierte Erfahrungsangebote für konfessionsfreie Schüler/innen geben. Von daher könnte es durchaus eine „Nachfrage“ für eine Humanistische Einschulungsfeier geben. Alle Mädchen und Jungen, die nicht den Gottesdienst besuchen wollen, könnten an einer weltlichen Feier zur Einschulung teilnehmen – unabhängig von ihrer religiösen Herkunft.

Damit wurden z.B. in Niedersachsen gute Erfahrungen gemacht. Ein humorvolles, kurzweiliges und besinnliches Programm stieß bei Kindern und Eltern auf große Zustimmung und Interesse.

hier zur Einschulungsfeier des HVD Niedersachsen

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Foto: HVD Niedersachsen, Ortsverband Garbsen

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